Vorsicht Datenklau: Spione nehmen Mittelstand ins Visier

Daniel Döring VonDaniel Döring

Vorsicht Datenklau: Spione nehmen Mittelstand ins Visier

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Lübeck – Datendiebstahl kann teure Folgen haben – und Unternehmen sogar in die Insolvenz treiben. Experten raten deshalb gerade mittelständischen Firmen zur Wachsamkeit.

Dass die Lübecker Firma Collmann, die Spezialmaschinen für die Reifenindustrie herstellt, vor drei Wochen Insolvenzantrag stellen musste, lag nicht nur an erheblichen Umsatzrückgängen in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise. „Hinzu kamen Verhaltensweisen eines Mitarbeiters, der betriebliche Interna bewusst an ein Konkurrenzunternehmen weitergegeben hat“, erklärte der Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus. Dem Unternehmen sei dadurch ein Schaden in Millionenhöhe entstanden, sagen Beobachter. Der Mitarbeiter sei mittlerweile fristlos entlassen worden, mit ausdrücklicher Zustimmung des Betriebsrates. Jetzt folgt ein Streit vor Gericht.

Während große Unternehmen das Problem Datenklau längst erkannt haben und entsprechend wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen, sind es mehr und mehr kleinere Firmen, die davon betroffen sind. „Mittelständische Unternehmen sind zunehmend von Datenklau betroffen, wenn sie stark mit geistigem Eigentum wie etwa Konstruktionszeichnungen oder -plänen arbeiten“, sagt Frank M. Hülsberg von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG. „Die Zahl der Fälle häuft sich. Das hat aber nicht unbedingt mit einer Zunahme der Kriminalität zu tun, sondern damit, dass es in Zeiten der Globalisierung einfacher geworden ist, Daten illegal abzugreifen. Zum Beispiel durch Hackerangriffe auf ungeschützte Netzwerke oder die einfache Weiterleitung von Mails“, so Hülsberg. Mit anderen Worten: Während früher ganze Aktenordner kopiert oder geklaut werden mussten, reicht heute ein Mausklick am Computer, um sensible Daten in die Hände jener zu spielen, die sie missbrauchen können. Und selbst die komplexesten Pläne passen auf einen USB-Stick.

In einer bereits 2010 veröffentlichten Studie „Wirtschaftskriminalität in Deutschland” richtet die KPMG den Blick besonders auf den Mittelstand. „Große Unternehmen unterliegen Regulierungen, sie müssen viel für den Schutz ihrer Daten tun. Bei Mittelständlern wird die Gefahr noch oft unterschätzt“, erklärt Hülsberg ein Ergebnis der Studie. Viele Unternehmer würden die Reaktion auf konkrete Fälle sowie den nachhaltigen Umfang mit Verdachtsfällen noch immer vernachlässigen. „Kommissar Zufall“ spiele weiterhin eine bedenklich große Rolle. Dabei können die Folgen gerade für Mittelständler fatal sein. „Der Diebstahl geistigen Eigentums kann im schlimmsten Fall zum Verschwinden einer Marke oder einer Firma führen“, erläutert Hülsberg. „Wir arbeiten in vielen Fällen für kleine Firmen, die befürchten, dass ihnen geistiges Eigentum gestohlen wird oder weil der Fall schon eingetreten ist. Wir prüfen die Fälle und geben Empfehlungen für einen besseren Schutz ab.“

Heiko Willms, der Leiter der Rechtsabteilung beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), fordert, dass bei der Revision des Bundesdatenschutzgesetzes auch effektive Kontrollen ermöglicht werden. „Die Daten der Beschäftigten müssen natürlich gut geschützt und sauber behandelt werden. Aber gleichzeitig muss auch Betriebsspionage wirksam bekämpft werden können“, erklärt er.

„Noch ist Betriebsspionage nach unserer Erkenntnis kein großes Problem bei den Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck“, sagt Joseph Scharfenberger, Geschäftsbereichsleiter „Recht und Fair Play“ bei der IHK. Das könne aber auch daran liegen, dass man von vielen Fällen gar keine Kenntnis bekomme. „Wir empfehlen, über innerbetriebliche Sicherheitssysteme und Geheimhaltungsregelungen wie etwa Verschwiegenheitsklauseln dem Ausspionieren vorzubeugen. Tritt ein Fall von Betriebsspionage ein, sollte neben arbeitsrechtlichen Maßnahmen auf jeden Fall die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden“, erklärt Joseph Scharfenberger.

Das rät auch die KPMG in ihrer Studie: „Eine professionelle Vorgehensweise ist im Rahmen der Schadensbegrenzung von größer Bedeutung.“ Ansonsten gelte immer die Devise: „Kontrolle wo nötig, Vertrauen wo möglich.“

Quelle: http://www.ln-online.de/regional/luebeck/index.php/2775931

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Daniel Döring (Technical Director Security & Strategic Alliances  EgoSecure GmbH / Matrix42 AG

Daniel Döring
Technical Director
Security & Strategic Alliances
EgoSecure GmbH / Matrix42 AG

 
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