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Daniel Döring VonDaniel Döring

Daniel’s Data Protection Monat – Juli 2019

Daniel Döring – Technical Director Security & Strategic Alliances – Matrix42 AG / EgoSecure GmbH
Daniel Döring – Technical Director Security & Strategic Alliances – Matrix42 AG / EgoSecure GmbH

Themen im Juli 2019:

  • Gefahren werden oft falsch eingeschätzt!
  • Die explodierende Anzahl der Malware-Angriffe
  • Wenn ein Förster die Bundeswehr hackt…
  • Wenn Tastaturen und Mäuse zu Sicherheitsrisiken werden
  • Frank Thelen und die (i)Cloud
  • Studie von Ernst & Young: IT-Sicherheit von Unternehmen eher mau
  • Wenn das Küchenpersonal einen Malware-Befall entdeckt, ist es zu spät!
  • Veröffentlichungen

Gefahren werden oft falsch eingeschätzt!

In sehr vielen Gesprächen (zum Beispiel auf der heise Cyber Security Challenge 2019) musste ich feststellen, dass sich sehr viele Menschen mehr Gedanken über IT Security Bedrohungen machen. Finde ich sehr gut! Schade fande ich aber, dass es mal wieder sehr stark nur in eine Richtung ging – Malware Angriffe! Ja, Malware Angriffe sind heute eines der größten und schmerzhaftesten Bedrohungen. Aber die Frage ist auch, ob Malware nicht einfach Mittel zum Zweck ist? Die Malware ist “nur” die Waffe!

Wenn ein Hacker heutzutage ein Unternehmen ausspionieren oder schädigen möchte, dann macht er sich nicht immer das Leben schwer und versucht Firewall und Co. zu knacken. Er nutzt die Unwissenheit vieler Anwender aus. Heißt, dass gerne auch Angriffe mehrstufig platziert werden. Zum Beispiel wird einfach einem Mitarbeiter über die Schulter geschaut und nach dem verräterischen Hinweis eine Antiviren-Tray-Icon (das Symbol neben der Uhr) geprüft. Dann kenne ich schon einmal meinen größten Feind für einen Malware Angriff. Nun schreibt sich der Hacker eine Malware oder besorgt sich diese aus dem Internet und sucht sich das Opfer. Gerne mal ein Geschäftsführer mit einem Lightweight-Notebook oder Tablet-PC – denn die kommen meist an die meisten Daten. Nun muss man nur noch dem Opfer ein Geschenk mit einem Gerät machen, dass dieser gerne gebrauchen kann. Das Opfer weiß aber dann nicht, dass es sich um manipulierte USB Sticks, USB Netzwerk-Adapter oder Ladekabel handelt. Und schon ist man drin… Aber nicht nur hierüber gelingen heutzutage erfolgreiche Angriffe. Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, ob Sie im Zug, Hotel oder Café wirklich in dem richtigen WLAN surfen? WiFi Hijacking ist nicht unüblich und ermöglicht den Angreifern einiges…

In Den Haag hat die HagaZiekenhuis eine GDPR-Strafe für den Verlust von Patientendaten erhalten. Dies ist das Ergebnis von Untersuchungen der niederländischen Datenschutzbehörde (AP). Die Untersuchung wurde eingeleitet, als dutzende Mitarbeiter des Krankenhauspersonals die Barbie-Krankenakte ohne Berechtigung gesehen hatten. Damit muss das Krankenhaus nun eine Strafe von 460.000 Euro zahlen.

Was lernen wir daraus? Die größte Gefahr ist ein nicht ausreichend geschulter und ungeschützte Anwender!

Die explodierende Anzahl der Malware Angriffe

Diesen Monat hatte es wieder einige Opfer von Malware Angriffen gegeben. Derzeit sind weltweit rund 800 Millionen Malwareprogramme im Umlauf. Dazu zählen neben Viren beispielsweise Trojaner, Spyware, Adware und Ransomware. Schließlich entstehen rund 70 Prozent aller Malware-Angriffe direkt am Endpoint. Rund 60 Prozent werden überhaupt nicht erkannt. Demzufolge gelangen sie direkt ins Netzwerk und breiten sich dort aus.

Zum Beispiel sind Attacken mit Erpresser-Software ein ständiges Problem. Im Juni 2019 hat es mit Wempe eine traditionsreiche deutsche Juwelierkette getroffen. Im aktuellen Fall von British Airways sehen wir, dass keine Antivirenlösung diesen Vorfall erkannt hat. Das modifizierte Skimming-Skript durchlief die wahrscheinlich hohen Sicherheitsvorkehrungen von British Airways. Gegen solche unerwünschten Skripte und Anwendungen helfen vor allem Post-Infektionsmaßnahmen, die das Verhalten von Prozessen und Aktivitäten im Speicher und auf der Festplatte überwachen und bösartigen Code verhindern, dateilose und speicherinterne Angriffe.

Die Malware Varianten von Winnti zeigen, dass hinter den meisten Angriffen organisierte Hackergruppen stecken. Zuerst wurde Winnti nur in der Computerspiele-Welt eingesetzt, um sich virtuell zu bereichern. Danach hat anscheinend eine weitere Gruppierung Winnti zur Industriespionage genutzt. Betroffen sind Unternehmen wie: Gameforge, Valve, TeamViewer, Siemens, Sumitomo (SHI) Demag – Spritzgießmaschinen, thyssenkrupp, Bayer, Roche, BASF, Covestro, Shin-Etsu,… . Sie alle haben eines gemeinsam: Der vorhandene Schutz wurde umgangen und die Beseitigung kostete den Unternehmen enorm viel Geld.

Wie geht Winnti vor? Hat die Schadsoftware einen Computer infiziert, verhält sie sich zunächst passiv und wartet auf Steuerbefehle. Danach greifen die Hacker aus der Ferne auf die betroffenen IT-Systeme und -Netzwerke zu und spionieren die Unternehmen auf Dauer gezielt aus.

Was hilft gegen solche Angriffe? Nur eine gesamtheitliche IT-Security Strategie! Zum Beispiel durch ApplicationControl, Data Monitoring, Datenverschlüsselungen, DLP-Maßnahmen, Endpoint Detection & Response, Firewall, NetworkMonitoring, NextGEN Antivirus, Patch-Management, Post-Infection Protection.

Wenn ein Förster die Bundeswehr hackt…

Dass ein Notebook mit als Verschlusssache klassifizierten Daten nicht verschlüsselt ist, ist extrem unschön und fahrlässig.

Aber wie der Förster an das Passwort kam, hat mich extrem geschockt. Es wurde tatsächlich der Benutzername als Passwort verwendet… Das muss man erst einmal erraten – Respekt Herr Förster!

Aber: Nicht nur VS-NfD und personenbezogene Daten müssen verschlüsselt und sicher gelöscht werden. Auch Passwörter müssen sicher sein. Mit einfachen Maßnahmen hätte diese Datenschutz Verletzung nicht stattgefunden.

Wenn Tastaturen und Mäuse zu Sicherheitsrisiken werden

Laut c’t magazine sind nach USB-Moderatoren nun auch Logitech-Tastaturen und -Mäuse anfällig für umfangreiche Angriffe. Das Risiko betrifft jedoch nicht nur Logitech-Geräte.

Empfehlung: Unternehmen sollten kabelgebundene Mäuse und Tastaturen kaufen.

Das Problem ist jedoch, dass die Mitarbeiter ihre eigenen Eingabegeräte (HIDs) im Unternehmen verwenden können. Um dieses Risiko zu vermeiden, wird der BadUSB-Schutz empfohlen. Denn der Einsatz von Tastaturen und Mäusen kann gezielt gesteuert werden, so dass fremde HID-Geräte erst zugelassen werden müssen oder gesperrt werden.

Frank Thelen und die (i)Cloud

Frank Thelen verrät “Ich habe persönliche Foto’s in der (i)Cloud […] Ich speichere meine Daten bei einem zuverlässigen Anbieter mit 2-Wege-Authentifizierung […]”.

Besser hätte ich es gefunden, wenn er sagen könnte: “Ich habe meine persönlichen Foto’s in der Cloud… !Aber!: Ich verschlüssele meine Daten zuverlässig mit einem Schlüssel, welchen nur ich besitze”.

Ich erkläre gerne wie das geht und wie der Vorteil weiterhin besteht, dass man von allen Geräten an seine verschlüsselten Cloud-Daten kommt. 🙂

Achso! Den Zugriff auf die verschlüsselten Cloud-Speicher kann man noch zusätzlich mit einer 2-Faktor-Authentifizierung schützen.

PS: Habe acht vor “Geklaut in der Cloud”! Der seriöseste Cloud-Anbieter kann irgendwann von Hackern angegriffen werden. Daher muss man zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen berücksichten.

Studie von Ernst & Young: IT-Sicherheit von Unternehmen eher mau

Wie kann es sein, dass trotz automatisieren IT-Security Lösungen in Zeiten von Datenverlusten, Malware und Cyberkriminalität so viele Unternehmen sich nicht ausreichend schützen?

Geht man bereitwillig ein, dass Malware, Hacker und DSGVO Strafen zu erheblichen finanziellen Schäden und Ausfällen führen?

Ändern Sie etwas an dieser Situation. Wir beraten Sie gerne!

Wenn das Küchenpersonal einen Malware-Befall entdeckt, ist es zu spät!

Wenn das Küchenpersonal einen Malware-Befall entdeckt, ist es zu spät! Ein ganzer Krankenhausverbund des Deutschen Roten Kreuz (DRK) ist durch eine Malware lahmgelegt worden.

Die komplette IT Landschaft musste abgeschalten werden, damit die Malware sich nicht weiter verbereitet. Aufgefallen ist es, als Mitarbeiter der Küche ihr IT System nicht hochfahren konnten. Auch der Domain Controller (sozusagen das Herzstück der IT) war von dem Angriff auf alle 11 Krankenhäuser und 4 Altenheime betroffen gewesen. Das LKA Saarland hat die Ermittlungen aufgenommen.

Verhindert hätte dieser Vorfall durch Pre- und Post-Infection Maßnahmen werden können. Bei der Masse an täglich neuen Malware Arten, ist ein klassischer NextGen Antivirus alleine auf neue Angriffstechnologien am ersten Tag der Bedrohung machtlos. Gute Post-Infection Maßnahmen erkennen Verhaltensanomalien und blockieren diese, ohne dass die Malware vorher bekannt sein muss.

Veröffentlichungen:

Daniel Döring VonDaniel Döring

Matrix42 Blog: Keine Chance für Malware Attacken

Derzeit sind weltweit rund 800 Millionen Malwareprogramme im Umlauf. Dazu zählen neben Viren beispielsweise Trojaner, Spyware, Adware und Ransomware. Schließlich entstehen rund 70 Prozent aller Malware-Angriffe direkt am Endpoint. Rund 60 Prozent werden überhaupt nicht erkannt. Demzufolge gelangen sie direkt ins Netzwerk und breiten sich dort aus.

Weiterlesen:

https://www.matrix42.com/blog/de/2019/07/04/keine-chance-fuer-malware-endpoints-vor-cyberattacken-schuetzen/

Daniel Döring VonDaniel Döring

Daniel’s Data Protection Monat – Juni 2019

Daniel Döring – Technical Director Security & Strategic Alliances – Matrix42 AG / EgoSecure GmbH
Daniel Döring – Technical Director Security & Strategic Alliances – Matrix42 AG / EgoSecure GmbH

Themen im Juni 2019:

  • Im Juni meist diskutiert: MSSP, SECaaS & Co.
  • Heise fängt sich Emotet ein – Schaden von weit über 50.000 EUR
  • IT Security muss auch vor Innentäter schützen
  • Unterschätztes Risiko: Mobile Datenträger
  • Silex nutzt die gleiche Schwachstelle wie Stuxnet

Im Juni meist diskutiert: MSSP, SECaaS & Co.

Diesen Monat war jede Woche das Thema MSSP und SECaaS in meinen Gesprächen. Angefangen auf dem Kingston Cognate Influencer Huddle ging die Diskussion nach der Frage “What concerns companies the most?” sehr schnell in Richtung SOC. Ebenfalls wurde in einem weltweit führenden IT Marktforschungs- und Beratungsunternehmen positiv gesehen, dass die Matrix42 sich ebenfalls in Richtung MSP / MSSP Unterstützung ausrichtet. Auf dem “Managed Security Services Forum” in München, sowie auch bei meinem Besuch eines weltweit agierenden CyberSecurity “Experts as a Service” Unternehmen muss ich nicht erwähnen, um was es ging 😉

Warum MSSP / SECaaS?

Die IT Infrastrukturen werden immer komplexer, da die Anzahl der digitalisierten Daten, sowie Art der Gerätetypen rasant steigt. Früher war lediglich die Absicherung von Netzwerken, Server und klassischen Computern des Unternehmens erforderlich. Heute sind die Gefahren durch Smartphones, Tablet-PCs, Notebooks, Home-Office Nutzung, IoT, etc. deutlich höher. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass IT-Security Hersteller ihre Lösungen mehr und mehr automatisieren und vernetzen. Dennoch ist es aber wichtig, dass neben künstlicher Intelligenz auch weiterhin viele Maßnahmen durch den Menschen unterstützt werden. Denn ein Security Vorfall muss sofort erkannt, forensisch analysiert, bewertet, gemeldet und gemildert werden.

Hierzu fehlt es jedoch an Fachkräften. Nicht jedes Unternehmen kann sich zum Beispiel ein eigenes Security Operation Center (SOC) Team leisten. Kompetenz sollte am Besten gebündelt werden. Und hier kommen die Managed Security Service Provider (MSSP) ins Spiel.

Managed Security Service Provider bieten je nach Service Level eine starke Unterstützung im Kampf gegen zum Beispiel Hacker Angriffe, Datenschutz Verletzungen und Malware Infektionen. Da die meisten Services auf von außen erreichbaren Maßnahmen der Unternehmen zurückgreifen, ist es empfehlenswert, wenn Lösungen eingesetzt werden, welche unter anderem Mandanten- und Managed-Service-fähig sind. Hier bieten Hersteller zum Beispiel auch eine gute Ergänzung durch “Security as a Service” (SECaaS) bzw. “Software as a Service” (SaaS) Modellen, auf welche der MSSP bzw. MSP seine Mehrwerte platziert. Allerdings ist zu erwähnen, dass S(EC)aaS und M(S)SPs stärker auf deren Sicherheit geprüft werden müssen. Denn wird ein solcher Anbieter gehackt oder durch Malware befallen, ist der Schaden sehr schnell nicht nur in einem Unternehmen vorhanden. Ein Anbieter muss der beste Kunde von sich selbst sein!

Heise fängt sich Emotet ein – Schaden von weit über 50.000 EUR

Auch die IT-Experten der Heise Medien GmbH & Co. KG sind nicht mehr vor Malware sicher. Der Trojaner Emotet* hat bei heise Schäden von weit über 50.000 Euro verursacht. Auch das Unternehmensimage leidet unter solchen Vorfällen.

*Emotet gilt laut dem deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als eine der größten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit!

Wie kam es zu dem Malware Vorfall? Ein Mitarbeiter erhielt eine E-Mail eines anscheinenden Geschäftspartners. Nach dem Öffnen der angehängten Microsoft Word Datei wurde eine gefälschte Fehlermeldung angezeigt. Der Mitarbeiter kam der Aufforderung nach „Enable Editing“ anzuklicken – und das Unheil nahm seinen Lauf.

Nachdem erste Emotet Alerts seitens IT Abteilung bearbeitet wurden, war ersichtlich, dass sehr viele Firewall Logs auf bekannte Emotet-Server verwiesen. Einer der Administratoren entdeckte, dass es bereits höchst verdächtige Zugriffe auf den Domain Controller des Active Directory gab. Die Administratoren versuchten, die Kommunikation mit der Emotet-Kommandoinfrastruktur zu unterbinden. Dieses “Hase-und-Igel-Rennen” war nicht zu gewinnen, da ständig neue Emotet-Verbindungen hinzu kamen.Zu diesem Zeitpunkt wurde entschieden, dass die Internet-Verbindung für alle betroffenen Netze komplett gekappt werden.

IT Security muss auch vor Innentäter schützen

Bis zu 100.000 Fotos von USA-Reisenden und Autokennzeichen sind nach einem Hack eines Dienstleisters der US-Grenzbehörde CBP (Customs and Border Protection) von Unbekannten kopiert worden.

Seit Jahren zeigen die IT Security Experten der EgoSecure GmbH (ein Matrix42 -Unternehmen), dass Hacker nicht nur außerhalb des Netzwerks, sondern auch innerhalb von Unternehmen und Behörden angreifen. Wenn der Schutz sensibler Daten nur nach extern hin (z.B. durch Antivirus und Firewall) erfolgt, ist er nicht ausreichend. Eine der einfachsten Maßnahmen ist die Verschlüsselung und Überwachung. Dies wird auch im Rahmen der EU-GDPR empfohlen.

Unterschätztes Risiko: Mobile Datenträger!

Welche Gefahren bestehen im Umgang mit mobilen Datenträger bezüglich Compliance- und Cybersecurity-Risiken? Sind die Datenträger nicht ausreichend geschützt, kann ein Verlust einer einzigen sensiblen Information auf einem verlorenen oder gestohlenen Datenträger zu immensen Image-Schäden, Verlust des Wettbewerbsvorsprungs und potentiellen Geldstrafen (Stichwort DSGVO) führen. Folgende 5 Maßnahmen sind daher zwingend erforderlich:

1.     Beschaffung sicherer Hardware: „Bring your own devices“ birgt auch bei USB Geräten ein großes Sicherheitsrisiko. Nicht nur, dass potentiell ungewünschte Daten wie Raubkopien, Malware und sicherheitskritische Anwendungen in Unternehmen gelangen können, sondern auch Hardware zuvor manipuliert wurde. Heutzutage gibt es sehr viele Geräte, welche aussehen wie ein USB Stick, Ladekabel, Netzwerkadapter – jedoch als Bad-USB agieren und IT Systeme mittels emulierter Tastatureingabe von Scripten und Schadcode oder „Man-In-The-Middle“ Angriffe attackieren. Hier sind Antiviren und Firewall Lösungen meist machtlos. Setzen Sie daher auf USB Geräte, welche Ihren Mitarbeitern ausreichende Sicherheitsmerkmale aufzeigen.

2.     Standardisierung von USB Geräten: Wenn Sie ein Gebäude betreten, möchten Sie nicht jedes Mal prüfen müssen, ob dies von einem Einsturz gefährdet ist. Ihre Mitarbeiter müssen das gleiche auch im Umgang mit USB Geräten haben. Somit müssen IT Geräte im Unternehmen standardisiert werden, von welchen auszugehen ist, dass sie beste Sicherheit gewähren.

3.     Kontrollierter Umgang mit Datenträgern: Auch wenn Sie Ihren Mitarbeitern einen Datenträger der Firma zur Verfügung stellen, besteht das Risiko, dass fremde Datenträger an Ihren IT Systemen angesteckt werden können. Hierbei ist es wichtig, dass Sie sicherstellen können, dass der Zugriff auf fremde Datenträger zum Beispiel nur lesend, nur auf bestimmte Datentypen oder -inhalten, beziehungsweise gar nicht gewährt wird. Beachten Sie bei der Auswahl von Lösungen auf den vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik definierten „Mindeststandard des BSI für Schnittstellenkontrollen“ nach § 8 Absatz 1 Satz 1 BSIG.

4.     Protokollierung des Datentransfers: Die Artikel 30, 33 und 34 der EU-DSGVO verpflichtet zu verschiedenen Protokollierungsmaßnahmen im Zuge von Datenübertragungen. Ebenfalls beschreibt der Absatz SSK.10. „Audidaten“ der „Mindeststandard des BSI für Schnittstellenkontrollen“ erforderliche Protokollierungsmaßnahmen.

Die Protokollierung muss sich von berechtigten Personen abschalten, pseudonymisieren und feingranular konfigurieren lassen. Die Schnittstellenkontrolle muss entweder die Protokollierungsfunktionen des Betriebssystems nutzen oder die Protokolle strukturiert an einen zentralisierten Protokollierungsspeicher zur Auswertung übertragen können. Eine darüberhinausgehende Protokollierung muss per Konfiguration festlegbar sein.

5.     Angriffe durch Datenverschlüsselung verhindern: Zum Schutz der Daten auf dem Transportweg ist die Verschlüsselung diese unumgänglich. Jeder Verlust von nicht verschlüsselten Daten sorgt für Image-Schäden, Know-How Verlust und ggf. Geldstrafen bei Personenbezogenen Daten. Die Verschlüsselung ist somit der wichtigste Bestandteil im Umgang mit digitalisierten Informationen.

Silex nutzt die gleiche Schwachstelle wie Stuxnet

Was wurde 2010 aus Stuxnet gelernt? Anscheinend nichts… Sonst wäre nicht schon wieder eine Malware mit Verwendung von Standard Passwörtern erfolgreich!

Ein Sicherheitsforscher hat eine Malware namens Silex entdeckt, die derzeit schlecht gesicherte Geräte im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) angreift. Sie versucht, sich via Telnet und unter Verwendung bekannter Default-Login-Daten Zugriff auf die Geräte zu verschaffen, um diese anschließend schrittweise unbrauchbar zu machen. Potenzielle Angrifssziele für Silex sollen alle Geräte mit UNIX-artigem Betriebssystem sein. Der angerichtete Schaden lässt sich nur durch eine Neuinstallation der Firmware beheben.

Was lernen wir aus Silex? Nutzt sichere Passwörter und IoT-fähige Malware Protection!


Daniel Döring VonDaniel Döring

Daniel’s Data Protection Monat – April 2019

Daniel Döring - Technical Director Security & Strategic Alliances - Matrix42 AG / EgoSecure GmbH

Daniel Döring – Technical Director Security & Strategic Alliances – Matrix42 AG / EgoSecure GmbH

Themen im April 2019:

  • Viren, Würmer, Trojaner- Das waren noch Zeiten …
  • Windows 10 1809: USB-Sticks müssen nicht mehr sicher entfernt werden
  • Wenn ein US Secret Service Agent zu schnell handelt
  • Der Mitarbeiter und die IT Risiken

Viren, Würmer, Trojaner- Das waren noch Zeiten …

In den letzten Wochen dachte ich gerne an die Zeit zurück, als Viren noch hauptsächlich Scherzprogramme waren. Damals konnten einfache Antivirenlösungen noch sehr viel gegen diese unschönen Progrämmchen vornehmen. Heute sieht das anders aus! Gruppierungen aus Terroristen, Kriminellen und Regierungen schreiben die katastrophalsten Malware Varianten. Aber auch Leute, die sich einfach nur Bereichern möchten, können ganz einfach im Darknet „Malware-as-a-Service“ bestellen. Das alles führt dazu, dass täglich unzählige neue Bedrohungen, sowie deren Modifikationen entstehen und verbreitet werden.

Jeder wurde zum Angriffsziel – viele Experten bezeichnen diese weltweite Situation schon als Cyberkrieg.

Am Meisten habe ich im April 2019 die Verbreitung von Emotet erwähnt bekommen. Emotet gilt laut dem deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als eine der größten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit und verursacht auch in Deutschland aktuell hohe Schäden. Das BSI warnt ebenfalls vor gezielten Ransomware-Angriffen auf Unternehmen. Mit den Methoden staatlicher Elite-Hacker erpressen Cyberkriminelle immer mehr deutsche Unternehmen; es drohen “existenzbedrohende Datenverluste”.

Daher ist es wichtig, dass man heutzutage über Pre- und Post-Infection-Protection nachdenkt. Pre-Infection-Protection in Form von NextGen AV und Post-Infection-Protection in Form von Überwachung bösartiger Aktivitäten im File-System, Arbeitsspeicher und Co..

Windows 10 1809: USB-Sticks müssen nicht mehr sicher entfernt werden

USB Sticks müssen in Windows 10 nicht mehr sicher entfernt werden.

Schön, dass Microsoft es endlich nach ca. 20 Jahren gelöst hat. Eines ist aber “sicher”: Stellen Sie “sicher”, dass Ihre Daten wirklich sicher auf USB Geräten abgelegt werden. Ganz sicher macht dies die Verschlüsselung von USB Sticks und externen Festplatten. Wir zeigen Ihnen gerne wie!

Der US Secret Service Agent und der USB Stick

Es hört sich wie ein schlechter Witz an: Steckt der Secret Service Agent einen USB Stick an…

Lustig ist die Realität jedoch nicht! Der USB Stick der chinesischen Besitzerin war mit Malware verseucht – und danach auch der Computer des US Secret Service. Es benötigt keine Hacker um Firewalls zu durchbrechen – wenn die größten Schwachstellen durch die eigenen Mitarbeiter entstehen. Daher ist es wichtig, dass Mitarbeiter aufgeklärt werden und Security Maßnahmen wie Zugriffskontrolle und Anwendungskontrolle eingesetzt wird. Des Weiteren ist es wichtig nicht nur auf Antivirus, sondern auch Anti-Malware Maßnahmen zu setzen. Matrix42 bietet hierzu mehrschichtige Schutzmaßnahmen an. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Der Mitarbeiter und die IT Risiken

Ich stelle immer wieder fest, dass viele Unternehmen weder technisch noch organisatorisch ausreichend Maßnahmen zur IT Security und DSGVO umsetzen. In diesem Artikel unseres Partners mod-IT (https://www.it-mod.de/von-viren-wuermern-und-trojanern-koennen-sich-unternehmen-vor-malware-schuetzen/) steht sehr gut, was in einer Anwenderschulung aufgezeigt werden sollte.

Der erste Schritt zu mehr IT-Sicherheit wäre beispielsweise, dass Ausschnitte aus eines Datenschutz-Artikels den Mitarbeitern des Unternehmens als Infobrief ausgehändigt werden.

Der zweite Schritt wäre eine generelle Anwenderschulung, was auch im Zuge der DSGVO verargumentiert werden kann.

Der dritte Schritt wäre dann das Aufzeigen gefundener IT Security Ereignisse.

Diese Fakten zum Aufzeigen von Informationen zu Schwachstellen und Risiken liefern unter anderem die Data Protection Monitoring Lösung namens Insight von EgoSecure, sowie die EDR von enSilo der Matrix42.

Daniel Döring VonDaniel Döring

Daniel’s Data Protection Monat – März 2019

Themen im März 2019:

  • Der Monat der Verschlüsselung
  • Logitech Funktastaturen werden zu Hacker-Tools (BadUSB)
  • Geklaut in der Cloud? Oder Sieger von morgen?
  • Der Streichelzoo der Hacker

Der Monat der Verschlüsselung

Diesen Monat habe ich gespürt, dass sehr viel Aufmerksamkeit auf das Thema der Datenverschlüsselung besteht. Nach meinen Präsentationen und Webinaren wurde verstärkt die Notwendigkeit von Verschlüsselung angesprochen. Viele meiner Gesprächspartner waren überrascht, wie einfach eine Verschlüsselung von Daten im Unternehmen umgesetzt werden kann. Sei es auf USB, CD/DVD, Cloud, lokalen Ordnern, Netzwerk-Ordnern, Festplatten oder auch bei E-Mail.

Nicht erst seit der EU-DSGVO ist die Verschlüsselung von sensiblen Informationen zwingend erforderlich! Auch Edward Snowden hatte schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass Daten das Öl der Zukunft sind und diese verschlüsselt werden müssen.

Gute Verschlüsselungslösungen behindern nicht – ganz im Gegenteil, sie können sogar einiges vereinfachen und erleichtern. Beispielsweise habe ich mit einem Klinikum zusammen umgesetzt, dass die Prozesse der sicheren Ablage von Patientendaten im Zuge der Notfallpläne vereinfacht werden. Ebenfalls konnten wir dort den Prozess der Berichtswesen an die jeweiligen Krebsregister sicher, unkompliziert und kostensparend gestalten. Bei Handelsketten haben wir sichergestellt, dass die Kassen-PCs verschlüsselt und somit vor Datendiebstahl geschützt werden – auch nach dem Austausch dieser IT-Systeme. Ebenfalls unterstützen wir bei der sicheren Ablage von Forschungsdaten im Bereich “Autonomes Fahren”. Es gibt noch einiges mehr an Vorteilen im Zuge der transparenten on-the-fly Verschlüsselung zu erzählen. Wir unterstützen Sie gerne bei Fragen und Anregungen zu Verschlüsselungen und Co..

Logitech Funktastaturen werden zu Hacker-Tools (BadUSB)

Eine Logitech-Software zum Konfigurieren von Eingabegeräten ist aus dem Internet angreifbar. Googles renommierter Sicherheitsforscher Tavis Ormandy empfiehlt, die Windows-Konfigurationssoftware Options für Mäuse und Tastaturen von Logitech zu deaktivieren. Als Grund dafür führt er eine Schwachstelle an: Aufgrund einer fehlenden Prüfung nimmt die Software Befehle von beliebigen Websites entgegen und führt Kommandos aus. Auf diesem Weg könnten entfernte Angreifer zum Beispiel Tastaturen fernsteuern und so quasi direkt Schadcode in bedrohte Systeme eingeben.

Eine gepatchte Version ist seitens Logitech verfügbar. Sorgen Sie mit Patch Management dafür, dass Ihre Systeme durch neueste Updates vor Schwachstellen geschützt sind.

Die Matrix42 bietet Patch Management im Bereich UEM, sowie BadUSB Schutz in der Endpoint Security Lösung namens EgoSecure Data Protection.

Geklaut in der Cloud? Oder Sieger von morgen?

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung habe ich einen sehr spannenden Kommentar zum Thema Cloud gefunden. Hier wird folgendes gesagt:” Seine Unternehmensdaten in die Cloud eines Tech-Konzerns zu laden, eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Das Vorgehen birgt aber auch ein Risiko.” Seien auch Sie ein Sieger von morgen – aber schützen Sie bitte Ihre Daten. Gehören Sie nicht zu den vielen Unternehmen, die gar nicht wissen, „was für Schätze sie aus ihren Daten zutage fördern könnten“.

Bevor Sie Cloud Services nutzen, sollten Sie vorab ein Sicherheitskonzept erstellen. Welche Daten werden wir in der Cloud gespeichert bzw. verarbeitet. Welche Risiken können dadurch entstehen? Wie können Sie Ihre Daten in der Cloud schützen – ist eine Verschlüsselung möglich und wenn ja, wie? Erst, wenn Sie wirklich sicherstellen können, dass Sie alle Anforderungen der DSGVO & Co umsetzen können, sollten Sie auch wirklich erst die Cloud Services in Verwendung neben. Wir zeigen Ihnen gerne wie Sie sicher in die Cloud gelangen!

Der Streichelzoo der Hacker

Wenn man die Produktnamen der neuesten Hacker Gadgets liest, denkt man an einen Streichelzoo. Hier fallen Begriffe wie Häschen, Entchen, Schildkröte. Es kommt aber auch ein Ninja vor. Was der im Zoo verloren hat, weiß ich nicht – eventuell geklaute Daten ;).

Aber Scherz bei Seite. Bei BadUSB hat jeder das typische Aussehen der RubberDucky vor Augen. Es gibt aber auch Geräte, die sehen gar nicht wie ein solcher USB Stick aus. Diese Geräte haben zum Beispiel die Bauform eines USB Netzwerkadapter, WiFi Router, USB Ladekabel und so weiter. Für den normalen Anwender sind die Geräte überhaupt nicht zu erkennen, dass es Hacker-Werkzeug ist.

Ich habe mir einige dieser Geräte für Vorführzwecke bezogen. Alles recht einfach, nur beim deutschen Zoll musste bestätigt werden, dass ich es für Präsentationen nutzen werde. Geschockt hat mich der USB-Ninja. Dieses Gerät hat eine erweiterte BadUSB Funktion und kann nun auch Schadcode per Funk infiltrieren bzw. Daten exfiltrieren. Somit sind noch mehr weitere Angriffsmöglichkeiten recht einfach umsetzbar. Ich würde behaupten, dass das dem Hersteller-Kabel ähnlich entsprechende Kabel von Angriffsopfern nicht enttarnt wird bzw. ohne Zweifel weiterverwendet wird. Einzige Lösung: Erweiterte Schnittstellenkontrolle mit der Verwaltung von USB Netzwerkadapter, WiFi, Bluetooth / NFC und Tastatur / Maus.

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Quellen:

  • heise.de
  • FAZ
  • CyberAndResistant.de
Daniel Döring VonDaniel Döring

Januar 2019 Passwort-Leaks: Insgesamt 2,2 Milliarden Accounts betroffen

Nach der Passwort-Sammlung Collection #1 kursieren nun auch die riesigen Collections #2-5 im Netz. So überprüfen Sie, ob Ihre Accounts betroffen sind.

Identity Leak Checker verschafft Klarheit:

Wer überprüfen möchte, ob sich die eigenen Mail-Adressen unter den Leaks befinden, kann den Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Institus nutzen. Dort wurden die neuen Collections bereits eingepflegt. Nach Eingabe der Mail-Adresse verschickt der Dienst an ebendiese Adresse eine Mail mit einer Auflistung der Leaks, von denen man betroffen ist. Man erfährt zudem detailliert, welche Datenarten betroffen sind – also, ob sich neben Mail-Adesse und Passwort auch persönliche Daten wie Vor- und Zuname, Geburtstdatum, Anschrift oder Bankkontodaten unter den gelakten Daten befinden.

Empfehlung – Password Manager: Unsichere Passwörter wie z. B. 123456 sind bestimmt nicht die Lösung und auch das Aufschreiben birgt die Gefahr, dass der Zettel in falsche Hände gerät. Die Lösung heißt: Der Passwort-Safe. Merken Sie sich nur ein Passwort für den Passwort-Safe und haben Sie Zugriff auf alle anderen, die sicher verschlüsselt abgelegt sind.

Mitarbeiter müssen nicht mehr ihre Identitäten (E-Mail Adresse, Benutzernamen, Logins) und Passwörter auf Post-It’s, in Dateien oder ähnlichen Hilfsmöglichkeiten notieren – dies übernimmt der sichere Password Manager. Bereits bei der Erstellung von komplexen Passwörtern kann der Passwort Manager durch ein intelligentes Verfahren unterstützen. Auch der Austausch von Anmelde-Informationen mit Kollegen wird durch die Ablage der geschützten Password Manager Dateien über das Netzwerk ermöglicht. EgoSecure bietet in den jeweiligen Versionen für Unternehmen aber auch für Privatkunden einen einfachen und effizienten Password Manager.

Quellen:

Daniel Döring VonDaniel Döring

Tagesschau – Internetkriminalität: Experten nennen es Doxxing

Wie nennt man es, wenn private Daten unerlaubt im Netz landen? Hack? Oder Cyberattacke? Experten sprechen im vorliegenden Fall von Doxxing. Das Wort stammt von “docs” = “Dokumente”.

Der Schutz der Privatsphäre wird in Deutschland unter anderem durch das im Grundgesetz garantierte Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis gewährleistet. Bei der jüngsten Online-Attacke ging es den Tätern vor allem darum, diesen Schutz der Privatsphäre zu verletzen und möglichst viele personenbezogene und vertrauliche Daten von Politikern und Prominenten, die oft von rechts attackiert werden, öffentlich zu machen.

Im Gegensatz zu Leaks von Whistleblowern wie dem ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden geht es beim Doxxing (auch Doxing geschrieben) um personenbezogene Daten. Die Betroffenen sollen im Netz vorgeführt werden. Außerdem wollen die Täter einen Missbrauch der Daten ermöglichen.

Schützen Sie Ihre sensiblen Daten gegen Doxxing.

Für Unternehmen und Behörden können Angriffe durch z.B. Datenverschlüsselungen verhindert, Anomalien erkannt und beseitig und Malware geblockt werden. Dies und viele weitere Schutzfunktionen (wie z.B. DLP) bietet Matrix42 mit EgoSecure und enSilo.

Privatanwender erhalten mit der EgoSecure Home Data Protection optimalen und effizienten Schutz vor Doxxing.

Daniel Döring VonDaniel Döring

Gefährliche Schadsoftware – BSI warnt vor Emotet

Auszug aus der Pressemitteilung des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik:

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat inden vergangenen Tagen eine auffällige Häufung an Meldungen zu schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfällen erhalten, die im Zusammenhang mit Emotet stehen. In Einzelfällen ist es bei den Betroffenen durch Ausfälle der kompletten IT-Infrastruktur zu Einschränkungen kritischer Geschäftsprozesse gekommen, die Schäden in Millionenhöhe nach sich ziehen. Daneben sind dem BSI weitere Fälle mit weniger schwerem Verlauf gemeldet worden, bei denen Malware-Analysten des BSI Emotet-Infektionen nachweisen konnten. Emotet wird derzeit weiterhin über groß angelegte Spam-Kampagnen verteilt und stellt daher eine akute Bedrohung für Unternehmen, Behörden und Privatanwender dar. 

Passend zu diesem Thema wurden heute im Matrix42 Premium Webinar effiziente Schutzmaßnahmen gegen solche Malware Angriffe aufgezeigt. 70% der Angriffe haben lt. IDC ihren Ursprung auf den Rechnern der Endbenutzer. Endbenutzer werden Ziel von Social Engineering, Phishing, Spam Mailings, etc..

Angreifer testen sehr genau, ob ihre Attacken von AV-Lösungen erkannt werden und tarnen diese entsprechend.

Die Schadprogramme werden aufgrund ständiger Modifikationen zunächst meist nicht von gängigen Virenschutzprogrammen erkannt und nehmen tiefgreifende Änderungen an infizierten Systemen vor. Bereinigungsversuche bleiben in der Regel erfolglos und bergen dieGefahr, dass Teile der Schadsoftware auf dem System verbleiben. Einmal infizierte Systeme sind daher grundsätzlich als vollständig kompromittiert zu betrachten und müssen neu aufgesetzt werden. In mehreren dem BSI bekannten Fällen hatte dies Produktionsausfälle zur Folge, da ganze Unternehmensnetzwerke vollständig neu aufgebaut werden mussten. 

Dies führt dazu, dass lt. SC Magazine 70 % der Malware Infektionen nicht von AV-Software erkannt werden.

Im Schnitt hält sich eine solche Malware auf den Unternehmensrechner für rund 242 Tage unbemerkt von Antivirus und Co. auf, bevor sie ausbricht.

Wir charakterisieren die Attacken in zwei Felder – Pre-Infection und Post-Infection.

  • Pre-Infection – Sorgt dafür das Malware nicht auf Systeme kommt / AV, NGAV
  • Post-Infection – EDR – Sammeln Daten, interpretieren und entscheiden, ob Angriff stattgefunden hat

Schadsoftware kann meist gar nicht von klassischen AV Maßnahmen erkannt werden, da es bspw. keine Dateien gibt und sich der Virus nur im Hauptspeicher aufhält. Daher sollte der Fokus nicht sein die Mauern noch höher zu bauen und noch mehr Budget in die Infection Prevention, also die Pre-Infection Phase zu stecken, sondern vor Allem die negativen Auswirkungen dieser Schadsoftware zu verhindern, wenn sie ausbricht.

Die Aufzeichnung zum Matrix42 Premium Webinar “Schluss mit Malware-Stress! Endpoint Security geht automatisiert.” erhalten Sie über Ihre Ansprechpartner der Matrix42 oder demnächst auf dem EgoSecure Youtube Channel – http://youtube.egosecure.com !

Während Sie das lesen, sind 5 neue Viren in Umlauf gebracht worden. Verlieren Sie daher keine Zeit! Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

https://www.bsi.bund.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse2018/BSI_warnt_vor_Emotet.html 

Daniel Döring VonDaniel Döring

Lenovo Urteil: Vorinstallierte Adware ermöglichte Hackerangriffe

Der Computerhersteller Lenovo muss eine Strafe in Höhe von 7,3 Millionen US-Dollar zahlen. Das hat nun ein Gericht in Kalifornien entschieden. Der Hauptgrund der Anklage ist die auf verschiedenen Laptops 2015 entdeckte, vorinstallierte Adware Superfish Visual Discovery. 

Superfish wird als vertrauenswürdiger Zertifikatsherausgeber in Windows erkannt und kann sich als beliebiger HTTPS-Server ausgeben. Da der private Schlüssel ebenfalls vorhanden ist, können sich Angreifer mittels dieser Adware zum Beispiel als eine Banking-Webseite ausgeben und Datenübertragungen aufzeichnen. Mit der Application Control von EgoSecure können Sie verhindern, dass ungewünschte Anwendungen ausgeführt werden.
Application Control kontrolliert, welcher Benutzer welche Programme starten kann. Dadurch wird z. B. ebenfalls vermieden, dass Spiele oder unlizenzierte Softwareprodukte genutzt werden können, was Haftungsrisiken und wirtschaftliche Schäden verursacht. 
Quelle:
Picture: Lenovo IdeaPad 720s. Image credit: Lenovo
Daniel Döring VonDaniel Döring

Hacker erzielen Angriff mit modifizierter USB Maus

Der Sicherheitsdienstleister Netraguard beschreibt in Heise Online eine gezielte Hackerattacke zum Infiltrieren von Unternehmensnetzwerken mittels USB Computer-Maus. Für diesen Angriff baute Netraguard einen zusätzlichen Microcontroller mit USB Unterstützung in ein Mausgehäuse ein. Dieser Teensy-Board Microcontroller simuliert eine Tastatur und ergänzt dem Gerät einen USB Datenträger. Der Atmel Controller des Gerätes sendet nach Anstecken des Gerätes sofort gezielte Tastatureingaben, welche auf dem USB Datenspeicher abgelegte Anwendungen ausführt.

Bei diesen Anwendungen der offenbar normalen USB Maus handelte es sich um Werkzeuge, welche den McAfee Virenscanner lahm legten und die Fernsteuersoftware Meterpreter (Metasploit-Framework) startete. Somit konnten die Angreifer einen ungehinderten Zugriff auf den Firmenrechner erhalten.

Während dieser Hackattacke gab es lediglich eine Hürde: Wie kommt die präparierte USB Maus an einen Unternehmensrechner? Dieser Knackpunkt ließ sich recht einfach überwinden. Es wurde einem Mitarbeiter das Gerät in der Originalverpackung als Werbegeschenk zugeschickt. Ohne Bedenken steckte der Angestellte das USB Gerät an seinem Firmenrechner an und öffnete somit unbemerkt den Hackern des Penetration-Tests den Zugang zu allen sensiblen Firmendaten seines PC’s und zum Firmennetzwerk.

“Ganz neu ist der Angriff mit manipulierten USB-Geräten nicht, insbesondere “zufällig” liegen gelassene USB-Sticks werden bei Sicherheitstest immer mal wieder eingesetzt. Einer aktuellen Studie des Department of Homeland Security zufolge schließen 60 Prozent der Anwender einen USB-Stick unbedarft an den PC an, um zu sehen, was darauf gespeichert ist.” So der Autor des Heise Artikels. Weiter wird im Bericht erwähnt, dass auch manipulierte Android-Handys sich beim Anschluss an den Rechner als Keyboard zu erkennen geben und die Kontrolle übernehmen können.

Sicherheitsbeauftragte stehen bei solchen Vorfällen vor Problemen die eigentlich gar nicht existieren müssten. Denn der Einsatz von Schnittstellenmanagement im Sinne von zentralen Device Management’s grenzen diese Hackermöglichkeiten weitestgehend aus. Nicht autorisierte USB Gagdets wie Werbegeschenke oder fremden Geräten sollten generell laut Empfehlung des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geblockt werden. Hierfür bieten einige Software Hersteller spezielle Lösungen an. Bei der Auswahl der Lösungen empfiehlt es Device Management Lösungen mit Kerneltreibertechnologien zu verwenden. Nicht nur, dass Kerneltreiber im Gegensatz zu Group Policies weit aus sicherer und flexibler sind, sondern dass Änderungen der Rechte am Server ohne Interaktionen der Benutzer (wie Neustarts) am Client greifen.  Neben Device Management sollten Sie auch zur Absicherung eines oben erwähnten Falles eine Anwendungskontrolle in Betracht ziehen. Somit können Angriffe gegen Virenscanner oder Viren bei Zero-Day-Attacks aus dem Unternehmensnetzwerk verbannen. Der sicherste Rechner ist zum einen stets mit aktuellen Patchen installiert und nachts gegen Hackerangriffe heruntergefahren. Hierfür bieten Power Management Lösungen einen Schutz. Diese Sicherheitsmechanismen und weitere wie USB Verschlüsselung und Full Disk Encryption (FDE), sowie ein Data Shredder bietet der deutsche Endpoint Security Hersteller EgoSecure mit einer zentralen Lösungen, welche alle Produkte in einer zentralen Management Konsole und einem einzigen Agent für die Clients beinhaltet.

Quellenangabe und weitere Informationen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Angriff-der-Computer-Maus-1269684.html

http://egosecure.com

EgoSecure GmbH - Head of Professional Services

EgoSecure GmbH

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